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Friedhofskirche



Frauen- oder Friedhofskirche

 

Das schlichte Gotteshaus entstand 1633/37 als Pest-Gelöbniskirche auf "freien Feld", Friedhof dort seit 1802/06. Die Strasserkapelle nördlich wurde 1739 angebaut. Es fanden bei und in dieser Kirche vor allem um 1733 viele französische Offiziere ihr Begräbnis, ebenso schon 1649 Pater Johannes Still, der Retter Eggenfeldens am Ende der "Schwedenzeit".

Die Kirche birgt beachtliche Kunstwerke: An der Emporenbrüstung Passionsbilder des späten 17. Jh. Im Hauptalter (Renaissance-Stil um 1900, Gg. Haberland, Eggenfelden, 1863/1910) barocke Stitzmadonna, um 1680 (Johann Christoph Bendl, Pfarrkirchen, gest. 1690). Die beiden Seitenaltäre von 1639 und 1642 zeigen sehr gute, typische "Katechismusbilder" des "Bruder Max", Max Schmalzl CCSR vom Kloster Gars am Inn (1850/1930), gemalt um 1900. Er wurde in Rom gefeiert als "neuer Michelangelo). Von diesem auch das große Bild in Querformat im Chor, "hl. Familie", von der Pfarrkirche hierher "abgestellt".

In der nördlichen anliegenden Strasserkapelle die Reihe restaurierter Zunft- und Prozessionsstangen des 18. und 19. Jh. Darin ist vorgestellt die außerordentlich ausdrucksstarke Pieta, lebensgroß, des (Vaters) Jakob Bendl (um 1605 geb. in Bad Waldsee, um 1662 gest. in Baumgarten bei Pfarrkirchen). Das kunstvolle Schnitzwerk ist gestaltet in der Art des William de Khey: Der Leichnam liegt nicht quer, sondern schräg, die Mutter küsst den Toten. Genau dieselbe, seltene Gestaltung zeigt jene kleine Pieta im rückwärtigen, älteren kleinen Altar der Wallfahrtskirche Sammerei. Die Plastik dort ist bezeichnet "1639", die in Eggenfelden "1640". Vermutlich befindet sich in Sammerei das Modell zu Eggenfelden. Die Ähnlichkeit ist verblüffend. In beiden Orten haben die Bendl auf ihrer "Flucht" gewirkt.