Marianische Männerkongregation

Die Vorstandschaft der Marianischen Männerkongregation (MC) Eggenfelden werden von folgenden Mitgliedern vertreten:

Kassier Helmut Haas, die stellvertretenden Präfekten Christoph Gerlich und Bernhard Hochholzer, Schriftführer Franz-Xaver Eder, Präfekt Dr. Konrad Wimmer, Präses Geistlicher Rat Egon Dirscherl und Chronist Michael Kulinski.

Zu den Veranstaltungen lädt die MC ganz herzlich ein (siehe Jahresprogramm 2020).


Die Geschichte der Marianischen Männerkongregation (MC) Eggenfelden:

Marianische Männer- und Jungmännerkongregation

Bereits im Jahre 1563 gründete Pater Johannes Leunis in Rom die universale Männerkongregation. So verstand man schon vor mehr als 450 Jahren die Zeichen der Zeit richtig und legte frühzeitig das Fundament der Marienverehrung. Am 24. Januar 1909 wurde dann die Eggenfeldener Kongregation gegründet.

Gründung und Fahnenweihe

Ausgehend von der Zentralkongregation in Altötting wurde vor über 100 Jahren in der hiesigen Pfarrei eine eigenständige Kongregation ins Leben gerufen. Beim Blättern in der umfangreichen Chronik sind die Namen der Gründungsväter nachzulesen : Florian Kellhuber, Lorenz Schmidmeier, Thomas Egger, Georg Buchner, Georg Gretzinger und Franz-Xaver Irl.

Am 24. Januar 1909 "war eine große Anzahl von Männer jeden Alters gekommen", um "im Saale des Wolfsberger Kellers" (die heutige evangelische Kirche) die erste Versammlung vorzubereiten. Bevor die Eggenfeldener Kongregation gegründet wurde, waren schon 212 Sodalen in Altötting eingeschrieben. Am Sonntag , den 14. Februar 1909, wurde der erste feierliche "Sodalen-Convent" gehalten. Bereits "früh um halb 7 Uhr" feierte man in der "Franziskaner-Klosterkirche" das Hochamt mit Generalkommunion der Sodalen. Um "nachmittags 1 Uhr" trafen sich die Männer und Jünglinge in der Kirche zur Predigt, Litanei und feierlichen Neuaufnahme. " Die Gläubigen, welche nicht Mitglieder sind", wurden freundlichst gebeten, "beim Frühgottesdienste die vorderen Kirchenstühle den Kongregationsmitgliedern freizuhalten". Beim Nachmittagsgottesdienst hatten "Frauenpersonen" keine Zutritt. "Männer und Jünglinge, letztere, sobald sie die erste heilige Kommunion empfangen hatten", konnten aus allen Pfarreien bei jedem Convent in die Kongregation neu aufgenommen werden. Die Sodalen wurden ferner ersucht, am Convent-Tag die Kongregationsmedaille zu tragen. Bei der Gründungsversammlung im Jahre 1909 wurde auch der erste Marianische Rat aufgestellt. Dieser beschloss, am 20. und 21.August eine Fahnenweihe abzuhalten. 18 Vereine aus der nahen und weiten Umgebung kamen zu diesem Anlass nach Eggenfelden, so dass sich etwa 2000 Männer und Jungmänner am großen Festzug durch die geschmückte Stadt beteiligten.

Fußwallfahrten

Besondere Anlässe im Kongregationsleben waren die jährlichen Fußwallfahrten. Die erste führte im Jahre 1912 nach Altötting. Damals gingen die Pilger zu Fuß hin und wieder zurück. Eines der wichtigsten Ziele der Sodalen-Wallfahrten war jedoch der Gartlberg in Pfarrkirchen. Einem Plakat, das auf die Wallfahrt am 13.Juni 1919 hinweist, ist folgende Gottesdienst- und Wallfahrtsordnung zu entnehmen:

Früh 5 Uhr hl. Messe in der Klosterkirche, Früh 6 Uhr Marienlied und Auszug von dieser Kirche aus, Vormittags halb 10 Uhr Feierlicher Einzug in die Wallfahrtskirche auf dem Gartlberg, daselbst Begrüßungsansprache, hierauf feierliches Hochamt zu Ehren Mariens, Mittagsspeise, Nachmittags 2 Uhr Sodalenversammlung , Nachmittags 4 Uhr Abschiedsandacht in der Stadtpfarrkirche zu Pfarrkirchen, Abends halb 8 Uhr Einzug in Eggenfelden, kurze Ansprache, Marienlied und hl. Segen in der Klosterkirche.

Zu dieser Wallfahrt waren auch die "Krieger- und Veteranenvereine, die Arbeiter- und Burschenvereine - womöglich mit Fahnendeputation - aus allen Pfarreien eingeladen.

Im dritten Reich

Neben vielen anderen nimmt Toni Käs einen wichtigen Platz in den Annalen der Männerkongregation ein. Bereits im Jahre 1932 trat er dem Männerverein bei, war Chronist und unermüdlicher Antreiber. Damals machte der Zeitgeist der Kongregation schwer zu schaffen, denn das Dritte Reich hatte seine Spuren hinterlassen. Die Reichspressekammer verbot das Verteilen der Sodalenblätter durch kirchliche Ämter und sonstige Personen und auch die Fahnen wurden zur Sicherheit nur noch in den Gotteshäusern aufbewahrt. 1939 wurde der Fabrikant Kajetan Durner zum Präfekten ernannt. Er war ein sehr glaubensstarker und unbeirrbarer Mann, gerade richtig für diese Zeit geschaffen. Damals wurden alle Sodalen aufgefordert, durch ihre Unterschrift zu bestätigen, dass sie bereit sind , dem Gelöbnis an die Muttergottes treu zu bleiben. Sechs Sodalen weigerten sich und sind ausgetreten. Kajetan Durner organisierte vor allem den Versand von Feldpostpäckchen und verhalf der Kongregation nach dem Zweiten Weltkrieg zu neuer Blüte.

Nachkriegszeit

Seine Nachfolge trat im Jahre 1962 Joseph Moser an, der als großer Organisator viele Feste gestaltete, aufopferungsvoll für die MC arbeitete und sich zudem mit den Männern biblischen Fragen widmete. Neben dem Besuch der Hauptfeste in Altötting, den Einkehrtagen und den jährlichen Fußwallfahrten zählten und zählen die Kirchenfahrten zu den Höhepunkten im Kongregationsjahr. So wurden viele sakrale Sehenswürdigkeiten in der näheren und weiteren Umgebung besucht und mit dem jeweiligen Präses an einem ausgesuchten Ort Wallfahrtsgottesdienst gefeiert.

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