Seniorennachmittag

Die Pfarrei St. Nikolaus hat nach der Corona-Pause, unter Einhaltung der geltenden Hygiene-Vorschriften, wieder zum Senioren-Nachmittag ins Haus der Pfarrgemeinde eingeladen.

Zum Thema „Blühe im Garten des Lebens“ referierte Theresia Hofbauer vom Referat Seniorenseelsorge des Bistums Passau.

Zu Beginn regte sie an, jede und jeder sollte sich überlegen, mit welcher Blume man sich vergleichen möchte, denn alle Blumen, ob z. B. Rose, Sonnenblume, Gerbera oder Gänseblümchen, haben ihre Eigenheiten – genauso wie wir Menschen auch.

Sie betonte, dass jeder von Gott – „dem Gärtner unseres Lebens“ als Blume, Strauch oder Baum an einen vorbestimmten Platz gepflanzt wurde, der gut für uns ist und an dem wir glücklich und dankbar sein können. Keiner ist besser oder schlechter und jeder darf im Garten des Lebens einfach so sein, wie er ist.

Jeden zeichnet etwas Besonderes aus - jeder ist ein Gedanke Gottes!

Mit einem Zitat von Franz von Sales „Wünsche nicht etwas anderes zu sein, als was du bist, aber versuche, dies so gut wie möglich zu sein“ ermutigte die Referentin den eigenen Platz anzunehmen und unseren Auftrag mit Liebe zu erfüllen.

Sie betonte in ihrem Vortrag immer wieder, dass jeder im Garten seines Lebens aufblühen soll und kann, sei es bei einem Lächeln vom Gegenüber, bei einem schönen Treffen oder Ausflug oder einfach „eine Zeit nur für mich“.

Auch für schlechte Erinnerungen und schwierige Zeiten hatte sie einen Tipp: „Nicht verdrängen, sondern für diese Zeiten eine Ecke im Garten finden, in der wir diese bewusst ablegen“.

Auch Umwege oder gar Sackgassen gehören zum Leben. So wie in den

Gärten nicht alle Weg gerade sind, verläuft auch unser Leben nicht immer „gerade“. Hierzu erzählte sie eine Geschichte von zwei Bäumen im Park, die seit Jugend an dicht an dicht nebeneinander standen bis einer vom Blitz getroffen

und gefällt werden musste. Daraufhin musste der andere Baum erst mit der neuen Situation und dem Alleinsein zurechtkommen. Nach einiger Zeit des Haderns und der Trauer, beschließt er, all seine Energie zu verwenden, die Lücke, die sein Nachbar hinterlassen hat, wieder aufzufüllen.

Zum Schluss gab sie den Zuhörern noch eine Anregung mit:

„Leg dir einen Garten voll schöner Erinnerungen an und geh´ regelmäßig in ihm spazieren, wenn es dir schlecht geht“.

Mit einem gemeinsamen Segensgebet und dem Segen, gesprochen von Hr. Pfarrer Dirscherl wurde der überaus interessante und gut besuchte Vortrag beendet.